Bi(-/+)Archiv
Broschüren, Studien, Flyer, Photo's, Zeitschriften, Filme, Bücher zum Thema Bisexualität / Multisexualität.
ArchivID
97
Kategorie
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Autor* / Autorin*
Quelle
Datenstand dieser Publikation
13.08.2013
Im Bi(-/+) Archiv seit dem
11.08.2018
Im Bi(-/+) Archiv veröffentlicht
11.09.2018
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Stichworte
#2013 #BiErasure #Biphobie / Bifeindlichkeit #Bisexualität #Deutschland #Diskriminierung #Europäische Union #Göttingen #Hessen #Heteronormativität #Monosexismus #Stereotypen #VorurteileQueerulant_in, Jahrgang 2, Ausgabe 1 (4) Mai/2013

Mit dem Artikel: "Bifeindlichkeit: Unsichtbarkeit von Bisexualität und Stereotype gegenüber Bisexuellen."
Eigentlich werden Bisexuelle mit Schwulen und Lesben noch häufiger in einem Atemzug genannt als Trans*- und Inter*- Personen. Doch obwohl Bisexuelle schon längere Zeit mitgedacht werden, sind sie oft Diskriminierungen von Schwulen und Lesben selbst ausgesetzt. Immer wieder wird die sexuelle Orientierung von Bisexuellen genutzt um sie als Feindbild zu deklarieren, obgleich sie in einer Abkürzungswelle als Bündnispartner_innen mitbenannt werden.
Kommentar Bi(-/+) Archiv
Zusätzliche Informationen, Hintergrundwissen, Fakten oder Meinungen zu diesem Archivstück.Bifeindlichkeit: Unsichtbarkeit und Stereotype gegenüber Bisexuellen
Der Artikel von Frederik Schindler thematisiert die anhaltende Unsichtbarkeit von Bisexualität sowie die Vorurteile, mit denen bisexuelle Menschen konfrontiert sind. Trotz ihrer häufigen Nennung in LSBTIQNA*-Kontexten werden Bisexuelle sowohl von heterosexuellen als auch homosexuellen Menschen oft diskriminiert.
Ein zentrales Problem ist die Unsichtbarkeit von Bisexualität in Gesellschaft, Medien und Politik. Bisexuelle werden oft anhand ihrer aktuellen Beziehung als hetero- oder homosexuell gelesen, wodurch ihre eigene Identität negiert wird. Diese Unsichtbarkeit zeigt sich auch in Schulbüchern und Fernsehprogrammen, in denen Bisexualität kaum oder nur verzerrt dargestellt wird.
Neben der Unsichtbarkeit spielen zahlreiche Stereotype eine Rolle. Bisexuelle werden als unentschlossen, promiskuitiv oder als ”eigentlich homosexuell“ dargestellt. Besonders problematisch ist die Annahme, dass Bisexualität lediglich eine Phase sei und daher nicht als gleichwertige sexuelle Orientierung anerkannt werden müsse.
Der Autor kritisiert zudem die Begriffe ”Biphobie“ und ”Monosexismus“, da sie entweder pathologisierende Aspekte enthalten oder von einer strikten Geschlechterbinarität ausgehen. Er plädiert stattdessen für den Begriff ”Bifeindlichkeit“, um spezifische Diskriminierungsmuster treffender zu beschreiben.
Zusammenfassend macht der Artikel deutlich, dass Bisexualität sowohl in queeren als auch heteronormativen Kontexten marginalisiert wird. Er fordert eine differenziertere Auseinandersetzung mit bisexueller Identität und eine stärkere Sichtbarkeit in gesellschaftlichen Debatten.
Hinweis
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letzte Bearbeitung: 31.05.2026
